Beware what is beyond the Woods

Ein Friday Five mit Infernal Teddy

Ich möchte in den nächsten Wochen mal alphabetisch unsere gemeinsame Rollenspielsammlung durchgehen und zu jedem Spiel bzw. zu jedem Setting kurz über eine Idee oder eine Kampagne sprechen, die ich gerne mit dem entsprechenden Spiel erleben würde, entweder als Spieler oder als Spielleiter. Ich habe hier eine Liste mit 68 Titeln drauf, wir werden also eine Weile mit diesen Artikeln beschäftigt sein. Mal sehen, ob mir wirklich zu allem etwas interessantes einfällt.

Abenteuer in allen Äonen!

I.) Beyond the Wall
Als Fan von Narnia und den Taran-Romanen hat mich Beyond the Wall eigentlich von Anfang an gepackt, vor allem in der Übersetzung von den sympathischen Jungs von System Matters. Die Kombination dieser… ich nenne es mal jugendlichen Fantasy mit einem abgespeckten OSR-Ansatz an D&D ist sehr gelungen, vor allem mit den Charakterheften und der gemeinsamen Charaktererschaffung. Mittlerweile ist Beyond the Wall mein zweitliebstes Spiel aus der OSR.
Für Beyond the Wall würde ich gerne eine der Bedrohungen aus In die Ferne nehmen, und darauf eine kurze Kampagne aufbauen. Eines der Abenteuer aus dem Grundspiel als Einstieg nehmen, und dann darauf losspielen. Wobei ich zugeben muss, Beyond the Wall sehe ich im Moment eher als ein Spiel für One Shots, weniger als ein Spiel für eine längere Kampagne. Das könnte aber auch daran liegen das ich für OSR-Kampagnen auch andere Spiele im Regal stehen habe, die sich eher als Kampagnenspiele anfühlen.

II.) Changeling: the Dreaming
Von den ursprünglichen fünf Welt der Dunkelheit-Spielen ist Changeling jenes, welches ich am wenigsten gespielt oder auch nur verstanden habe. Zum Teil liegt es natürlich daran, das Changeling irgendwie drei Spiele gleichzeitig ist, und jeder Autor scheinbar für ein anderes Spiel geschrieben hat. Man darf nur nicht das Spiel für etwas fröhliches halten, bloß weil es bunt ist – eigentlich ist es das deprimierendste Spiel der ganzen WoD.
Schatzjagd am Glastonbury Tor: Die Gelehrten des Seelie in Somerset haben herausgefunden das ein mächtiges Artefakt, ein chimärisches Schwert der Seelie des Mittelalters unter dem Tor begraben wurde – und in weniger als eine Woche werden die Sterblichen es ausgegraben werden. Ein Wettrennen zwischen Seelie und Unseelie um das Schwert beginnt, bis plötzlich zaubernde Vampire auf dem Plan treten – unterstützt von schattenhaften, seltsamen Feen…

III.) Changeling: the Lost
Lost is a weird game. Und um ehrlich zu sein fühle ich mich damit auch immer wieder etwas unwohl, so mit dem mehr oder weniger deutlichen Missbrauchsthema, welches sich durch das Spiel zieht. In den seltenen Fällen in denen ich Lost geleitet habe, habe ich mich eher auf das Thema der Entfremdung konzentriert, welches man auch sehr gut aus dem Spiel herausholen kann. Definitiv kein Spiel das man mit jedem spielen kann oder sollte, aber das gilt ja auch für Wraith…
We are the hollow men: Die Charaktere wechseln immer wieder hin und her zwischen zwei Welten. Die erste Welt ist eine phantastische Welt, in der die Spieler Helden mit magischen Kräften verkörpern, während die zweite Welt ein höllisches Gefängnis ist, in der die Charaktere verzerrte, machtlose Monster sind. Nach und nach verschwimmen die Welten – in der ersten Welt werden die Charaktere immer schwächer, während die zweite Welt immer normaler wird, die Charaktere dafür Kräfte erlangen.
Aber welche Welt ist die wirkliche?

IV.) Chronicles of Darkness
In den letzten Jahren war die „neue Welt der Dunkelheit“ – oder wie man sie heute nennt, die Chronicles of Darkness – mein „go to“-System für Rollenspiel in der Gegenwart. Ob das so bleibt weiß ich allerdings noch nicht, wir spielen im Moment mit den neuen Regeln, und ich bin noch nicht ganz davon überzeugt. Es fühlt sich für mich an, als würde man versuchen Fate zu sein ohne Fate zu sein.
The Gears of Progress: Die Charaktere befinden sich auf einer Wanderung in den Rocky Mountains, und übernachten auf einer einsamen Hütte im Hochwald. Nachts hören sie drei laute, unmenschliche Schmerzensschreie. Gehen die Charaktere den Schreien nach, stoßen sie auf eine abscheuliche, halborgansiche Maschine, mitten im Wald, welche sich aus der Erde drückt wie ein Pickel, ein Alptraum aus Gewebe, Kolben und Elektronik. Seltsame Maschinenwesen stopfen gelähmte Menschen in die Maschine, wo sie zerdrückt werden. Die Charaktere können fliehen, aber zwischen den Bäumen warten Dinge, welche vielleicht mal Bären waren…

V.) Cthulhu
Caninus und ich streiten uns regelmäßig über dieses Spiel. Sie findet die Detektivplots der offiziellen deutschen Cthulhu-Abenteuer toll, ich bin der Meinung das sie das Thema – Horror und Weird SF – völlig verfehlen. Wir mögen beide das Spiel, und wir mögen beide Lovecrafts Schöpfung, aber beide aus unterschiedlichen Gründen, wie es scheint. Glücklicherweise lässt sich beides mit diesem Spiel unter einen Hut bringen.
No blinded eyes can see: Die Charaktere kommen nackt und auf Rollbahren zu sich, ohne sich an mehr als ihre Namen zu erinnern, mit frischen Operationsnarben am ganzen Körper. Sie finden heraus das sie sich in einem großen, verlassenen und versiegelten Krankenhauskomplex befinden. Sie stoßen immer wieder auf Leichen und verwirrte bzw. gestörte Menschen, und alle haben Gewebe, welches wie geschmolzenes und verformtes Wachs aussieht, und alle fürchten sich vor den Charakteren. Sie finden nach und nach heraus, welche Fertigkeiten sie besitzen, und das sie verändert worden sind. Aber können sie herausfinden was ihnen angetan wurde bevor das Krankenhaus zerstört wird?

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