Arcane Legions Demo Kit

Vorschau auf ein Einsteiger-Tabletop

„Hey Teddy,“ stand in der PM von Skar, „Ich hab‘ hier das Demo Kit zu einem neuen Tabletop, nennte sich [I]Arcane Legions[/I]. Interesse?“ Als Tabletop Guy kann man da schelcht ’nein‘ sagen, oder? Also habe ich Skar die entsprechende Nachricht geschickt und angefangen mich mal ein wenig schlau zu machen. [I]Arcane Legions[/I] ist das neue Spiel von der neuen Firma von Jordan Weisman, der schon mit [I]FASA[/I] und [I]WizKids[/I] sehr erfolgreiche Spiele produziert hat. Das Konzept ist einfach: In der Grundbox befinden sich drei Armeen und alles was man zum Spielen benötigt – zu einem verdammt günstigen Preis. Die Armeensind erweiterbar -wieder sehr günstig – und das ohne groß den Sammelfaktor einzubinden wie bei [I]MageKnight[/I] oder anderen „Clickspielen“. Man darf also gespannt sein.

Es ist natürlich etwas schwierig etwas zum fertigen Produkt zu sagen wenn man nur das Demo Kit zur Verfügung hat. Ich werde also erst besprechen was hier auf dem Tisch steht, und anschließend kurz etwas zur „Vollversion“ des Spiels sagen. In der gelben Kiste der Deutschen Post die mir Skar geschickt hat befand sich eine Plastikform in einer Tüte, mit 120 Figuren, die Demoregeln, die Einheitenkarten, genug Bases um zwei Armeen aufzustellen, und 36 Würfel. Mit disem Set sollen Supporter neue Spieler „anfixen“.

[B]Figuren:[/B]
Die Figuren bestehen größten teils aus einem relativ weichen, grauen Kunststoff. Die mesiten Figuren sind einteilig, manche haben aber noch Schilder zu anstecken. Die Anführermodelle, besondere Einehiten und die Schilder sind bemalt, alle anderen sind „nakt“, und müssen aus dem Gußrahmen herausgetrennt werden. Ich bin mir anhand des relativ weichen Materials nicht sicher ob eine Bemalung halten würde, anderseite weiß ich ncht ob sich eine Bemalung überhaupt lohnen würde. Der Detailgrad der Figuren liegt irgendwo zwischen Spielzeugsoldaten und den ersten [I]MagKnight[/I]-Figuren. Um eine Einheit aufzustellen nimmt man eine entsprechend große Base – diese sind ca. 5mm hoch, aus hartem Plastik, und haben viele viele Steckplätze – legt darauf eine Einheitenkarte, und steckt die passenden Figuren in die entsprechenden Steckplätze. Die drei aufeinander prallende Armeen sind die Römer, die Ägypter und Griechen, und die Chinesen, wobei jede Armee historische und phantastische Elemente vereint.

[B]Einheitenkarten:[/B]
Die Einheitenkarten sind ein Teil dessen, was dieses Spiel interessant macht. Jede Karte besteht aus zwei Teile: Der erste Teil hat ungefähr die Größe einer regulären Spielkarte und wird vom Rest abgetrennt. Hier findet man die Sonderregeln der Einheit auf der einen Seite, und Hintergrund und taktische Tipps auf der Anderen. Der größere Teil der Karte wird auf das Base gelegt, wo es die meisten Steckplätze abdeckt. Jeder freibelibende Steckplatz gibt eine Reihe von Informationen über Icons bekannt: Anzahl von Würfeln für Angriff, zur Verteidigung, oder zum Schießen, Bewegungspunkte, und Sonderregeln. Allerdings hat eine Einheit weniger Figuren als Steckplätze frei sind – je nachdem wie die Einheit sich auf dem Base formiert ist sie schneller, besser im Angriff, oder beherrscht ein paar fiese Tricks. Damit kommen wir auch schon zum…

[B]Regelwerk:[/B]
Das Regelheft welches dem Demo Kit beiliegt ist ein 24-seitiger Farbausdruck auf Englisch, wobei nur zwölf dieser Seiten tatsächlich das Regelwerk bilden, die restlichen zwölf sind Geländeschablonen für das Beispielszenario. Zieht man noch die ersten beiden Seiten ab, da sie nur grob umschreiben worum es im Spiel geht und wie es vermarktet werden wird, bleibt nicht mehr viel für das Regelwerk selbst. Was ich schon mal sehr löblich finde ist das an jeder Stelle wo etwas unklar sein könnte ein link angegeben wird zu einem entsprechenden Tutorialvideo auf der Website. Die Regeln sind recht einfach, wenn auch die Erklärungen an einigen stellen hätten besser ausfallen können. Jeder Spieler hat so viele Angriffs- bzw. Verteidigungswürfel wie die Positionierung auf seiner base anzeigt., wobei eine verteidigende Einheit ohne Verteigigungswürfel so behandelt wird als hätte sie eine Zwei gewürfelt. Im großen und ganzen laufen alle Angriffe als Würfelvergleiche, der mit den höchsten Ergebnissen gewinnt. Auch die Bewegung ist recht einfach, gehört aber zu der Stelle wo mehr Erklärung nötig gewesen wären. Zusammen mit dem Einführungsszenario reicht es, um zwei Spielern zu erlauben gleichloszulegen, aber ich werde das unbestimmte Gefühl nicht los das ich es hier mit einer Betaversion des Regelwerks zu tun habe – es wäre vielleicht sinnvoll gewesen gleich die fertige Version des Regelwerks beizulegen, um den Supportern eine größere Hilfestellung zu geben.

[B]Ausblick:[/B]
Die Vollversion von [I]Arcane Legions[/I] bietet die selben Figuren wie das hier beschriebene Demo Kit, zusammen mit dem „richtigen“ Regelwerk, einem Hintergrundbuch, und Terrainmarker – und das alles für 30 Euro. Wer seine Armee danach noch ausweiten möchte hat mehrere Optionen: für jede Armee gibt es ein Infantriepack, welches die Armee um 40 weitere Fußgänger aufstockt, und ein Kavalleriepack mit jeweils 15 Typen auf Reittieren. Außerdem gibt es noch Booster mit jeweils 5-10 bemalten sonderfiguren. Wer allerdings keine Lust auf Sammelspiele hat kann auch das Bundel seiner Fraktion kaufen, in der alle diese Figuren für seine Armee enthalten sind. Geplant ist wohl auch eine Turnierszene aufzubauen, und die Möglichkeit, eigene Einheitenkarten online zu entwerfen, auf die dann jeder zugreifen kann, und die dann wohl auch turniertauglich sein werden.

[B][U]Fazit:[/U][/B]
Es ist schwer, ein Spiel zu beurteilen wenn man nur die Demoverion in den Händen hat. Bisher sieht [I]Arcane Legions[/I] nach einem schnellen und einfachen Tabletop aus, das einerseits gut geeignet sein dürfte Neulinge ins Hobby zu holen – wenn es entsprechend auch in Kaufhäuser und ähnlichem angeboten wird – anderseits auch für alte Hasen ein paar interessante neuerungen bietet, und vor allem schnell aufgebaut, gespielt und weggepackt ist. Mir gefällts!

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