Godslayer – Halodynes Starter Box

Eine Miniaturen Rezension aus dem klassischem Altertum

Seid kurzem macht eine recht junge Firma aus England namens Megalith Games mit einem neuen Tabletop von sich reden, einem Spiel namens Godslayer. Ähnlich wie das vor kurzem hier vorgestellte Wolsung handelt es sich hierbei um ein sogenanntes Skirmish game, ein Spiel um kleinere Gefechte, Scharmützel, durchzuspielen. Im Gegensatz zum Steampunk-Game Wolsung ist Godslayer ein Fantasytabletop in dem phantastische Kriegerbanden einander zusetzen. Megalith Games haben uns nicht nur das Regelwerk zu Godslayer zur Verfügung gestellt (welches wir in Kürze hier besprechen werden) sondern auch einen der sechs Fraktionsstarter.

Im Gegensatz zu den meisten Fantasy Tabletops (und Rollenspielen) ist Godslayer nicht in einer pseudomittelalterlichen Welt angesiedelt, sondern zieht seine Inspiration aus dem klassischen Altertum, was man vor allem an der vorliegenden Fraktion erkennen kann, den Halodynes. Die Halodynes sind optisch ganz klar an die antiken griechischen Stadtstaaten angelehnt – man mag dem Rezensenten verzeihen das er sie gelegentlich immer noch als „Spartaner!“ bezeichnet. In der stabilen Schachtel findet man neben den acht Metallfiguren (Die durch drei Lagen Schaumstoff gepolstert werden) ein zehnseitiges Heft mit den Quick-Start Regeln und eine Tüte mit Karten. Auf die Regeln möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da wir in Kürze sowieso das eigentliche Regelwerk besprechen werden, aber ich möchte noch anmerken das es angenehm zu lesen ist, vom Layout ansprechend gestaltet ist, und komplett in Farbe daher kommt. Bei den Karten handelt es sich um drei Einheitenkarten, fünf Ausrüstungskarten, und vier Karten die aus Tokens bestehen und zerschnitten werden sollen.

Alle Figuren bestehen, wie oben schon erwähnt, aus Metall und müssen zusammengeklebt werden bevor sie bemalt werden können. Allerdings ist das Material für das heute benutzte Material (das sogenannte White Metal) unheimlich weich, beim Zusammenbau fühlte ich mich – vor allem bei den Speeren – an die alten Zeiten zurückerinnert als solche Figuren zu einem Großteil aus Blei bestanden. Die Figuren sind unheimlich gut verarbeitet, keine Gußgrate, keine Linien, keinen Überschuß, nichts. Allerdings war die Montage an die Bases zum Teil problematisch, da alle Figuren bis auf zwei zur Seite neigten und dann mit Green Stuff fixiert wurden. Einziger Manko waren die Schilder, diese mussten an den Rändern erst mit einer Feile bearbeitet werden. Der Maßstab ist mit 32mm etwas größer als man es von den meisten Spielen her kennt.

Die erste Figur ist der Demarchon, hierbei handelt es sich um den Anführer der Bande. Dieser steht auf einen Gesteinsbrocken – welche zur Figur gehört – und setzt zum Sprung an. Wie fast alle anderen Mitglieder der Bande ist er mit Speer und Schild gerüstet. Problematisch beim Zusammenbau waren die beiden Kämme seines Helms, welche fast aber nicht ganz identisch sind, und der Umhang, welcher für die Klebestellen fast zu schwer ist. Außerdem musste das Bein der Figur vorsichtig zurecht gebogen werden.

Die zweite Figur ist ebenfalls ein Einzelmodell, ein Syntarch, hierbei handelt es sich um ein „Charaktermodell“. Der Syntarch ist als einziges Modell nicht mit Speer und Schild sondern mit zwei Schwertern bewaffnet. Diese Figur wurde in einer rennenden Pose modelliert, mit beiden Schwertern in Kampfhaltung. Das Problem bei dieser Figur war – wie bei den meisten anderen die kippende Tendenz der Figur bei der Basemontage.

Die restlichen sechs Miniaturen bilden eine Einheit Hopliten . Diese Einheit besteht aus zwei Einzelfiguren und jeweils zwei gleiche Figuren. Die Einzelfiguren sind der Anführer, welcher mit zurücklehnendem Helm nach Vorne schreitet, Speer in die Höhe hebend und der Musiker, welcher keinen Helm trägt und dafür eine Bind über einem Auge trägt – kennen wir ja gar nicht aus einem Film in dem ein Haufen fast nackter Kerle versuchen ein Weltreich aufzuhalten, oder? Diese Figur ist übrigens die zweite neben dem Anführer der nicht zur Seite kippte beim festkleben. Bei den anderen Figuren handelt es sich um zwei Hopliten die sich hinknien und den Speer nach vorne strecken und zwei welche nach vorne sprinten und den Speer in Wurfhaltung tragen. Diese vier neigen ebenfalls zur Seiten wenn man sie im Base festmacht.

Fazit:
Die acht Miniaturen in diesem Starter sind, wie schon gesagt, wirklich von sehr hoher Qualität, und sowohl die Verarbeitung als auch die Detailtiefe lassen wirklich kaum zu Wünschen übrig. Auch das Thema ist durchaus interessant – wenn der Maßstab nicht wäre könnte man dies Figuren durchaus auch in einem entsprechenden historischen Spiel einsetzen. Lohnt es sich also 40€ für diese Box hinzulegen? Wenn man vor hat mit Godslayer anzufangen, auf jeden Fall – die Figuren sind ansprechend, und bei den Halodynes handelt es sich scheinbar um die beliebteste Fraktion bisher (Fehlt nur noch ein Anführer der gerade einen Tritt ausführt…). Eigentlich habe ich – neben den zu schmalen Tabs – nur ein Problem. Das Material ist viel zu weich. Wenn ich Angst habe zu viel Druck auszuüben weil meine Figur sich verbiegen könnte dabei wird das Kleben schwierig. Warten wir also die Rezension zu den Grundregeln ab.

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